Klettersteige im Pitztal

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Oktober 2010

Eine Bunt gemischte Truppe traf sich am Freitag im Laufe des Abends im Pitztal.

Der Wetterbericht versprach für das Wochenende beste Verhältnisse um die neuen Klettersteige im Pitztal unsicher zu machen.

Am Samstag dann kurze Besprechung vor dem Hotel und dann ging es los Richtung Braunschweiger Hütte.
Am Parkplatz angekommen, noch mal eincremen, den Rucksack schultern und auf kurzem Zustieg an die Wand. Der Planet strahlte schon heftig, so dass wir ganz schön ins Schwitzen kamen.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten den ersten Steig zu finden, standen wir dann doch nach gut einer Stunde am Einstieg. Zum Glück im Schatten.

So manchen war die Anspannung schon ins Gesicht geschrieben. Ist schon immer wieder interessant zu sehen, wie schnell das korrekte Einbinden in Vergessenheit gerät. Nachdem alle richtig eingebunden waren ging es endlich los.

Dem Murmeltiersteig gehörte ab jetzt unsere ganze Aufmerksamkeit. Über griffigem Fels entlang am Stahlseil (einer versuchte es sogar Unten durch) mit Hilfe von docheinigen künstlichen Tritthilfen bezwangen alle nach ca. 1,5Std. ohne größere Schwierigkeiten den Steig (C).

Im Abstieg dann direkt zum Einstieg des Erlebnissteigesder leicht ansteigend aber doch eher horizontal verläuft.Schön am Fels entlang fast ohne Tritthilfen, stets um gute Reibung bemüht geht der Steig hinüber zumGletscherwasserfall, welcher mit Nervenkitzel über eine 3-Seilbrücke überwunden wird. Kein sonderlich schwereraber doch lohnenswerter Steig (B-C).

Jetzt aber schnell zur Alm, in der Hoffnung, dass es dorteinen Fernseher gibt (und natürlich auch was zum trinken). Deutschland-Argentinien spielt. Welch ein Glück.Die freundliche Wirtin erlaubt uns, in Ihrer Stube die Übertragung zu sehen. Schuhe aus und alle sind zufrieden.

Sonntags dann wieder an die gleiche Wand, schließlich warten da noch 2 Steige auf eine Besteigung.

Vor dem Gamssteig stehend blickt man auf eine steile Wand die im ersten Drittel vertikal mit viel Vertrauen au fseine Sohlen begangen wird (so mancher hat schon wiedervergessen was Reibung ist). Da hilft halt dann nur der Einsatz von Armkraft. Einige Tritthilfen in der horizontalen im zweiten Drittel bevor es zum Ausstieg hin wieder in die vertikale geht. Jetzt kommt sogar noch die Krabbeltechnik zum Einsatz, so manche Stufe ist wohl doch zu hoch. Naja, sind ja nicht meine Knie. Trotzdem super Leistung, alle durch den Steig (D).

Den Abstieg meistert man dann wieder über den Erlebnissteig und die Seilbrücke, da muss heute jeder drü- ber (am Samstag, gab es hier noch einen höhenbedingten Ausfall). Klasse, alle drüber ohne wenn und aber.
Die ersten zog es jetzt direkt zur Alm, die anderen nochmals an die Wand.

Also wurde der Murmeltiersteig nochmals von 2 Teilnehmern begangen und der Rest versuchte sich am Steinbocksteig. Ein herrlich angelegter Steig der einem doch so einiges abverlangt. So gut wie keine Tritthilfen, eine abwechslungsreiche Routenführung mit einer Schlüsselstelle (D-E), die einem viel Armkraft und Schnelligkeit abverlangt. Am Ausstieg treffen wir auf die „Murmeltierler“, dann Abstieg zur Alm, wo wir das schöne Wochenende ausklingen lassen.

Fazit: alle Steige begangen, bestes Wetter, nette Truppe, ..... Danke
Bernhard